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Wir entwickeln folgende Ressourcen:

Du weißt, was du machen willst, aber wie bewirbst du dich für einen Job in einem bestimmten Bereich? Wir zeigen Dir wie! Unsere Sammlung von Erklärungsvideos führt Dich Schritt für Schritt durch den Bewerbungsprozess. Von der Selbstreflexion bis zum ersten Monat in Deinem neuen Job, schau Dir alle 8 Videos in Gebärdensprache an und finde Deinen perfekten Job!

Hier können alle Texte in einfacher Sprache mit Bildern und QR-Codes und Links zu den Gebärdensprachvidoes als pdf-Dokument heruntergeladen werden:

In diesem Dokument befinden sich die Angaben zu den Quellen anhand derer die Erklärvideos erstellt wurden. Das Dokument ist auf Englisch.

Selbst·reflexion

Selbst·reflexion

Das bedeutet: Über sich selbst nachdenken.

Anna hat die Schule beendet. 
Jetzt will sie arbeiten.
Anna weiß nicht:
Welchen Job will ich machen?
Welche Aufgaben will ich in der Arbeit machen?
Was sind meine Stärken?

Keine Sorgen, Anna!
Kennst du Selbst·reflexion?
Das bedeutet: Über sich selbst nachdenken.
Selbst·reflexion hilft dir Antworten auf deine Fragen zu finden.

Selbst·reflexion bedeutet:
Du denkst über dein Verhalten, deine Motivation, deine Einstellung und deine Wünsche nach.
Denke lange darüber nach.
Dann findest du heraus:
Warum mache ich etwas?

Mit Selbst·reflexion bist du ein_e gute Mitarbeiter_in.
Du denkst genau darüber nach:
Was mache ich in der Arbeit?
Warum mache ich das?
Warum schaffe ich meine Arbeit?
Dabei erkennst du:
Was kann ich ändern?
Was kann ich verbessern?
Was passiert, ohne Selbst·reflexion?
Du lebst du dein Leben ohne Nachdenken.
Du machst eine Sache nach der anderen.

Wie hilft dir Selbst·reflexion bei einem Bewerbungs·schreiben oder Bewerbungs·gespräch?
Du überlegst:
Warum bewerbe ich mich für diesen Job?
Welche Fähigkeiten habe ich für diesen Job?
Was mache ich beim Bewerbungs·gespräch?
Was schreibe ich im Bewerbungs·schreiben?

Was sind die Vorteile von Selbst·reflexion?
Du bist in einer Situation.
Du hast starke Gefühle.
Dann beurteilst du eine Situation vielleicht falsch.
Du erkennst nicht:
Was ist jetzt wichtig?
Die Situation wirkt schlimmer.

Dann schaust du dir die Situation nochmal mit Abstand an:
Du erkennst:
Was ist wirklich wichtig?
Du verarbeitest deine Erfahrung.
Du siehst die Situation klarer.

Mit Selbst·reflexion kannst du schneller reagieren.
Du nimmst dir Zeit zum Nachdenken:
Dann weißt du:
Ich habe etwas gemacht.
Welche Folgen hat das?
Du überlegst du:
Was mache ich in dieser Situation am besten?

Selbst·reflexion hilft beim Lernen und Verstehen.
Du verarbeitest deine Erfahrungen.
Du denkst nach:
Welche Bedeutung haben die Umstände?
Was bedeuten meine Gefühle?
Was bedeutet meine Motivation?

Anna sieht alle Vorteile von Selbst·reflexion.
Anna fragt:
Wie kann ich Selbst·reflexion machen?
Das ist einfach.
Hier sind 4 Übungen für Selbst·reflexion:

Übung 1:
Denke über ein Projekt oder eine Aufgabe nach:
Frage dich:
Wie habe ich die Aufgabe gemacht?
Welche Schwierigkeiten habe ich gelöst?
Was mache ich nächstes Mal anders?
Was habe ich damals noch nicht gewusst?
Was habe ich dabei Neues gelernt?
Wie habe ich das Neue gelernt?

Übung 2:
Denke über deine Fehler nach.
Beispiele für Fehler sind:
Du hast eine schlechte Entscheidung getroffen.
Du hast etwas Beleidigendes gesagt.
Du hast eine Situation falsch beurteilt.
Betrachte die Situation mit dem Fehler aus der Sicht von 3 anderen Personen.
Frage dich aus der Sicht der anderen 3 Personen:
Was ist in der Situation passiert?
Wie haben mich diese drei Personen wahrgenommen?
Was mache ich nächstes Mal anders?
Von wem brauche ich Hilfe?

Übung 3:
Denke darüber nach:
Wann fühle ich mich nicht gut?
Wann fühle ich mich einsam?
Wann fühle ich mich nervös?
Wann ist mir langweilig?
Frage dich:
Was fühle ich momentan?
Was ist der Grund für das Gefühl?
Welche Einflüsse haben die Gefühle auf mich?
Möchte ich mich weiter so fühlen?
Warum, ja?
Warum, nein?
Welche Unterstützung brauche ich?

Anna ist begeistert.
Das sind alles interessante Fragen!
Sie will jetzt die Übungen machen!
Anna denkt:
Zuerst mach ich Selbst·reflexion.
Dann weiß ich:
Welchen Job will ich machen?
Wie erzähle ich über mich im Bewerbungs·schreiben und Bewerbungs·gespräch.

Job·such·strategien

Job·such·strategien

Jonas sucht einem Job.
Er weiß nicht:
Wo soll er suchen?
Welche Firmen suche neue Mitarbeiter_innen?

Keine Sorgen, Jonas.
Es gibt viele Job·such·strategien.
Eine Strategie ist: ein genauer Plan, wie man etwas macht.
Du willst einen Job finden?
Dafür gibt es viele Möglichkeiten.

Job·börsen:
Job·börsen sind online Plattformen.
Dort stehen freie Jobs.
Es gibt große Job·plattformen:
Dort sind viele verschiedene Jobs.
Es gibt Job·plattformen für einen bestimmten Bereich:
Zum Beispiel für den IT-Bereich.
In manchen Ländern gibt es eigene Plattformen:
Dort suchen Firmen nach Mitarbeitenden mit Behinderungen.

Jobbörsen haben eine Such·funktion:
Das heißt: Du kannst Jobs suchen.
Du kannst nach bestimmten Worten suchen.
Oder du kannst mit Filtern suchen.
Denke daran:
Für einen Job kann es mehrere Namen geben
Zum Beispiel: Verkäufer*in und Einzel·handels·kaufmann/-frau.
Bei diesen Jobs hast du die gleichen Aufgaben.
Beispiele für Filter sind:
Arbeitsort, Branche, Vollzeit oder Teilzeit.
Eine Branche ist ein Arbeitsbereich.
Zum Beispiel: Tourismus, Technik, Bildung

Manche Job·börsen haben ein Benachrichtigungs·system.
Das heißt:
Eine Firma veröffentlicht einen freien Job.
Der Job passt zu deinen Such·kriterien.
Dann bekommst du eine Nachricht.
Auf manchen Job·börsen kannst du deinen Lebenslauf hochladen.
Dort kannst du deine Bewerbung absenden.

Firmen·websites:
Manche Firmen veröffentlichen freie Jobs nur auf ihrer Website.
Die meisten Firmen·websites haben einen Bereich für Jobs und Karriere.
Dort findest du:

  • Freie Jobs
  • Anleitungen: Wie bewerbe ich mich?
  • Informationen: Was bietet die Firma den Mitarbeitenden?
  • Kontakt·personen.

Suche nach interessanten Firmen.
Besuche ihre Website regelmäßig.
Gibt es einen Newsletter?
Dann abonniere den Newsletter!
Gibt es einen RSS-Feed?
Ein RSS Feed ist ein Benachrichtigungs·system.
Es gibt etwas Neues auf der Website?
Dann bekommst du eine Benachrichtigung.
Abonniere den RSS-Feed.

Persönliches Netzwerk:
Für die meisten Jobs gibt es keine Stellen·ausschreibung.
Die Firme kennt eine passende Person.
Dann vergibt sie den Job an diese Person.
Daher ist es wichtig:
Sage deinen Bekannten:
Ich suche einen Job.
Wer sind deine Bekannten?
Zum Beispiel:

  • deine Verwandten
  • deine Freund_innen
  • Verwandte von deinen Freund_innen
  • deine Lehrer_innen
  • deine Nachbar_innen
  • Mitglieder in deinem Sportverein

Diese Personen sind dein Netzwerk.
Bitte dein Netzwerk:
Sag mir:
Wenn es einen freien Job gibt.

Oder:
Du machst einen Post auf deinem Social Media Kanal.
Zum Beispiel: LinkedIn oder Facebook.
In dem Post schreibst du:
Ich suche einen Job.

Initiativ·bewerbungen:
Es gibt eine Firma.
Bei dieser Firma willst du arbeiten.
Jetzt hat die Firma keinen freien Job.
Dann kannst du eine Initiativ·bewerbung schreiben.
Das heißt:
Die Firma sucht jetzt keine neuen Mitarbeiter_innen.
Du schickst trotzdem eine Bewerbung.
Die Firma hebt deine Bewerbung auf.
Es wird eine Stelle frei.
Dann meldet sich die Firma bei dir.
Bei Initiativ·bewerbungen ist es unwahrscheinlich:
Du wirst gleich zu einem Bewerbungs·gespräch eingeladen.
Aber:
Später wird vielleicht eine Stelle für dich frei.

Social Media:
Das beste Netzwerk für die Jobsuche ist LinkedIn.
Dort kannst du ein Profil erstellen.
Firmen haben Profile:
Dort sind Informationen und Stellen·ausschreibungen.
Für die Jobs auf LinkedIn braucht man oft:
eine fertige Berufs·ausbildung oder viel Berufs·erfahrung.
Manche Firmen veröffentlichen Stellen·ausschreibungen auf anderen Social-Media-Kanälen:
Zum Beispiel: Facebook

Jonas ist überrascht:
Es gibt viele Möglichkeiten für die Job·suche.
Jonas will jetzt einen Job suchen!

Bewerbungs·schreiben

Bewerbungs·schreiben

Anna will sich für einen Job bewerben.
Anna weiß nicht:
Was soll sie im Bewerbungs·schreiben schreiben?
Wie sendet sie das Schreiben an die Firma?

Keine Sorgen Anna.
Wir schauen uns das an!
Du schreibst im Bewerbungs·schreiben:
Warum will ich für diese Firma arbeiten?
Warum will ich diesen Job machen?
Was sind meine wichtigen Berufs·erfahrungen?
Wie passen meine Erfahrungen zu dem neuen Job?

Denke daran:
Das Bewerbungs·schreiben soll: A4 Format haben.
Schreibe maximal 1 Seite.
Mach ein schönes Layout.
Das heißt:
Gestalte und strukturiere die Seite schön.
Wähle eine gut lesbare Schriftart:
Zum Beispiel: Arial, Tahoma, Times New Roman, Trebuchet MS, Verdana

Das Bewerbungsschreiben hat diese Struktur:

  1. Absender_in
  2. Datum
  3. Empfänger_in
  4. Betreff
  5. Anrede
  6. Haupttext
  7. Gruß
  8. Unterschrift

Zuerst schreibst du die Anrede.
Dann folgt als erster Satz die Einleitung:
Der Einleitungs·satz hängt davon ab:
Schreibst du eine Initiativ·bewerbung?
Bewirbst du dich auf eine Stellen·ausschreibung?
Hat dein_e Job·coach schon Kontakt mit der Firma?

Was schreibst du bei einer Initiativ·bewerbung?
Alle Beispiele sind in normaler Sprache.
Du kannst sie in dein Bewerbungs·schreiben kopieren.
Beispiel 1:
Ich verfolge schon seit langer Zeit die Tätigkeiten Ihrer Firma und möchte mich hiermit initiativ bewerben.
Beispiel 2:
Ich möchte gerne in einem traditionsbewussten Unternehmen in der Autobranche arbeiten, deshalb sende ich Ihnen hiermit meine Initiativbewerbung.

Was schreibst du als Antwort auf eine Stellen·ausschreibung?
Beispiel:
Da mich Ihre Stellenausschreibung für ein_e Grafiker_in sofort angesprochen hat, möchte ich mich hiermit dafür bewerben.

Dein Job·coach hatte Kontakt zu der Firma.
Was schreibst du?
Beispiel:
Wie schon von meinem Jobcoach erklärt, sende ich Ihnen hiermit meine Bewerbung als …

Im Hauptteil schreibst du:
Was sind meine wichtigen Arbeits·erfahrungen?
Beispiel 1:
Ich habe für die Firma gearbeitet und dort Erfahrungen in den Bereichen gesammelt.
Beispiel 2:
Meine Aufgaben waren, …

Was ist meine Motivation für den Job?
Was ist mein Interesse an dem Job?

Beispiele 1:
Ich möchte in Ihrer Firma als Praktikant_in arbeiten, um Arbeitserfahrung zu sammeln und mehr über Ihre Arbeitsprozesse zu lernen.

Beispiel 2:
Ich habe Interesse in der Zukunft in diesem Bereich zu arbeiten und möchte durch einen Arbeitsplatz in Ihrer Firma Erfahrungen sammeln.

Informationen über Gehörlosigkeit oder Schwerhörigkeit.
Du willst die Firma informieren:
Ich bin gehörlos.
Wie kannst du das Schreiben?
Beispiel 1:
Zum Schluss möchte ich Sie informieren, dass ich gehörlos/schwerhörig bin. Aber, das war bei meinen bisherigen Arbeitsplätzen kein Problem. Ich habe immer gut mit hörenden Kolleg_innen zusammen gearbeitet, weil …
<Wähle hier einen Grund aus, der am besten zu dir passt.>
Zum Beispiel: weil ich gut Lippenlesen kann, weil ich meinen Kolleg_innen die wichtigsten Gebärden beibringen kann, …

Beispiel 2:
Ich bin gehörlos und kann die Österreichische Gebärdensprache. Da ich zur Gruppe der „begünstigten Behinderten“ zähle, helfe ich Ihnen die dementsprechende Quote zu erfüllen und sie ersparen sich somit die Zahlung der Ausgleichstaxe. Wenn Sie Interesse haben, kontaktieren Sie mich bitte via E-Mail, SMS, WhatsApp oder Viber, um einen Termin für ein Bewerbungsgespräch auszumachen.

Hier ist eine Erklärung zu den schwierigen Worten in Beispiel 2:
Was heißt „begünstigte Behinderte“?
Der Mensch hat einen Behinderungs·grad von 50 Prozent oder mehr.
Der Mensch bekommt Vorteile.
Zum Beispiel: ein höherer Kündigungs·schutz.

Was heißt „Ausgleichs·taxe“?
Eine Firma muss Menschen mit Behinderungen anstellen.
Die Firma stellt keine Menschen mit Behinderung an.
Die Firma muss eine Strafe zahlen.
Die Strafe heißt: Ausgleichs·taxe

Was schreibst du am Ende des Bewerbungs·schreiben?
Beispiel:
Wenn Sie noch weitere Fragen haben, bitte kontaktieren Sie mich oder meinen Jobcoach jederzeit gerne per Textnachricht oder E-Mail.
Schreibe: Danke.
Beispiel 1:
Vielen Dank, dass Sie sich Zeit genommen haben meine Bewerbung zu lesen.

Beispiel 2:
Vielen Dank, dass sie meine Bewerbung berücksichtigen.

Beispiel 3:
Ich freue mich auf Ihre Antwort.
Dann schreibst du einen Gruß und deine Unterschrift.
Beispiel:
Mit freundlichen Grüßen,
Name und Unterschrift

Wie sendest du deine Bewerbung an eine Firma?
Am besten mit E-Mail.
Schreibe einen kurzen Text in das E-Mail.
Hänge Bewerbungs·schreiben und deinen Lebenslauf an.

Denke daran:

  • Schreibe jedes E-Mail nur an eine Firma.
  • Schreibe an viele Firmen gleichzeitig.
  • Schreibe “Bewerbung” in das Betreff
  • Verwende ganze Sätze.

Was schreibst du in das E-Mail?
Beispiel:
Sehr geehrte Damen und Herren,
im Anhang finden Sie meine Bewerbung für die ausgeschriebene Stelle.
Mit freundlichen Grüßen,
Vorname Nachname

Anna ist erleichtert.
Sie weiß:
Wie schreibe ich eine Bewerbung!
Anna will ihre Bewerbung jetzt schreiben!

Lebenslauf

Lebenslauf 

Jonas will sich für einen Job bewerben:
Auf der Stellen·ausschreibung steht:
Erstellen Sie Ihren Lebenslauf auf der Firmen·website.
Jonas hat noch nie einen online Lebenslauf gemacht.

Keine Sorgen, Jonas!
Du kannst einen online Lebenslauf einfach machen.
Es gibt mehrere Möglichkeiten.
Zum Beispiel:
Den Europass von der Europäischen Union.
Manche Firmen haben eigene Plattformen.

Die meisten online Lebensläufe sind ähnlich:
Ihre Struktur ist ähnlich.
Du kannst sie ähnlich erstellen.
Hier kommt eine allgemeine Erklärung:

Zuerst gibst du persönliche Daten ein.
Zum Beispiel:
Vorname und Nachname
Geburtsdatum
Geschlecht
Nationalität
Auch deine Kontaktinformationen sind wichtig:
e-mail Adresse
Telefonnummer
Postadresse.

Du gibst diese Informationen richtig an:
Die Firma kann dich leicht kontaktieren.
Die Firma erinnert sich an dich.

Im online Lebenslauf gibt es einen Teil über deiner Berufs·erfahrung:
Welche Berufs·erfahrung hast du?
Zähle deine Berufe auf:
Zuerst den aktuellsten Job.
Dann immer ältere Jobs.
Schreibe für jeden Job auf:
Was ist der Name der Firma?
Was war deine Position?
Wann hat deine Arbeit dort angefangen?
Wann hat deine Arbeit dort aufgehört?
Was war deine Tätigkeit?
Was waren deine Aufgaben?

Im online Lebenslauf gibt es einen Teil über deine Ausbildung:
Zähle deine Ausbildung auf.
Beginnen mit dem höchsten Bildungs·abschluss.
Schreibe den Namen der Schule auf.
Verwende keine Abkürzung.
Schreibe auf:
In welchem Bereich war die Ausbildung?
Hast du mit einem Titel abgeschlossen?
Wenn ja, mit welchem Titel?
Wann hast du die Ausbildung abgeschlossen?

Im online Lebenslauf gibt es einen Teil über deine Fähigkeiten:
Sprachen:
Welche Sprachen kannst du?
Schreibe zu jeder Sprache dein Level.
Es gibt Standards für die Levels:
Anfänger_in (A1)
Einfache Kenntnisse (A2)
Fortgeschrittene Kenntnisse (B1)
Selbstständig Sprach·anwendung (B2)
Fachkundige Sprach·anwendung (C1)
Fast Muttersprache (C2)
Du weißt nicht:
Welches Sprachniveau habe ich?
Du kannst dich testen lassen.

Im online Lebenslauf kannst du auch andere Informationen ergänzen:
Zum Beispiel:
Hast du einen Führerschein?
Was sind deine Interessen und Hobbies?

Lade ein Foto zu deinem Lebenslauf hoch:
Nimm ein Ausweis·foto oder ein Pass·foto.
Auf dem Foto sieht man dein Gesicht.
Der Hintergrund ist einfärbig.
Das Foto kann in Farbe oder Schwarz-weiß sein.

Manchmal kannst du mehr Dokumente hochladen:
Zum Beispiel:
Bewerbungs·schreiben
Lebenslauf
Empfehlungen
Lade die Dokumente als pdf hoch.
Pass auf:
Wie groß dürfen die Dokumente höchstens sein?

Du bist mit dem online Lebenslauf fertig.
Du kannst auswählen:
Will ich den Lebenslauf auf der Plattform veröffentlichen?
Will ich den Lebenslauf herunterladen?

Jonas ist erleichtert.
Ein online Lebenslauf ist ähnlich wie ein normaler Lebenslauf.
Er geht auf die Website der Firma:
Er erstellt dort seinen Lebenslauf.

Vorbereitung für das Bewerbungs·gespräch

Vorbereitung für das Bewerbungs·gespräch

Anna freut sich. 
Sie hat eine Bewerbung abgeschickt.
Sie hat eine Einladung zu einem Bewerbungs·gespräch bekommen.
Anna ist auch nervös.
Sie weiß nicht:
Was passiert beim Bewerbungs·gespräch?
Wie bereite ich mich auf das Bewerbungs·gespräch vor?

Keine Sorgen, Anna!
Wir schauen uns gemeinsam an:
Wie kann ich mich auf ein Bewerbungs·gespräch vorbereiten?

Bereite eine Selbst·präsentation vor.
Du willst mehr darüber wissen?
Schau dir das Video „Selbst·präsentation“ an.

Bereite Antworten auf oft gestellte Fragen vor.
Du willst mehr darüber wissen?
Schau dir das Video „Häufige Fragen im Bewerbungs·gespräch“ an.
Im Video gibt es Tipps dazu:
Wie kann ich die Fragen am besten beantworten?

Informiere dich über die Firma.
Suche wichtige Informationen über die Firma.
Schau dir die Firmenwebsite an:
Welche Produkte hat die Firma?
Wie viel Mitarbeitende hat die Firma?
Was ist die Firmen·philosophie?
Wer sind Konkurrent_innen der Firma?
Wie heißt die Geschäfts·führung?
Der oder die Interviewer_in sieht:
Du hast dich gut vorbereitet.
Das ist ein Beweis für dein Interesse am Job.

Du sollst selbst auch Fragen stellen.
Bereite diese Fragen vor.
Fragen machen einen guten Eindruck.
Die Fragen zeigen dein Interesse und deine Motivation.

Hier sind Beispiele für Fragen:
Fragen zur Firma allgemein:
Plant die Firma neue Produkte?
Wie beeinflusst die aktuelle Wirtschafts·situation die Firma?

Fragen zum Job oder zur Abteilung:
Wie ist die Einarbeitungs·zeit?
Wie ist ein typischer Arbeitstag?
Warum ist der Job frei?

Wann sollst du eine Frage nicht stellen?
Wenn du die Antwort selbst im Internet finden kannst.
Zum Beispiel: Wann wurde die Firma gegründet.
Wenn eine Information schon in der Stellen·ausschreibung steht.
Zum Beispiel: Was sind meine Aufgaben?

Du hast Fragen zum Gehalt und zur Arbeitszeit?
Die werden meistens in einem zweiten Bewerbungs·gespräch besprochen.
Stelle keine Fragen dazu.

Kommunikations·situation:
Sollst du deine Gehörlosigkeit vor dem Bewerbungs·gespräch erwähnen?
Es gibt keine allgemeine Antwort:
Manche sagen ja.
Manche sagen nein.
Was ist wichtig?
Zeige: Ich bin unabhängig.
Ich habe Fähigkeiten und Stärken für den Job.
Im Mittelpunkt soll nicht stehen:
Ich bin gehörlos.
Der/Die Dolmetscher_in.

Bestelle Dolmetscher_innen für das Gespräch.

Vielleicht hat der/die Arbeit·geber_in Fragen:
Ich stelle eine gehörlose Person an.
Woran muss ich denken?
Zum Beispiel:
Muss ich den Arbeits·platz anpassen?
Bekomme ich Förderungen?
Ich machen Ländern gibt es Beratungs·organisation für Gehörlose und Arbeit·geber_innen.
Diese Organisationen helfen bei der Beantwortung der Fragen.

Organisatorische Vorbereitung:
Informiere dich:
Wie komme ich zum Bewerbungs·gespräch?
Was soll ich beim Bewerbungs·gespräch anziehen?
Welche Kleidung ist passend?
Das hängt vom Job und der Firma ab.
Eine allgemeine Empfehlung ist:
Elegante und förmlich Kleidung.
Zum Beispiel:
Eine elegante Jeans oder Hose.
Ein dunkles Oberteil (Hemd, Bluse oder Shirt mit formaler Jacke oder Balzer).
Schöne Schuhe.

Denke über das Bewerbungs·gespräch nach:
Das Bewerbungs·gespräch ist vorbei.
Was war gut?
Was war schlecht?
Was kann ich besser machen?
Die Antworten helfen dir.
Du kannst dich besser auf das nächste Bewerbungs·gespräch vorbereiten.

Anna ist erleichtert!
Sie weiß:
So kann ich mich auf das Bewerbungs·gespräch vorbereiten.
Anna ist weniger nervös.

Häufig gestellte Fragen beim Bewerbungs·gespräch

Häufig gestellte Fragen beim Bewerbungs·gespräch 

Jonas hat morgen sein erstes Bewerbungs·gespräch!
Er freut sich darauf.
Er macht sich auch Sorgen:
Welche Fragen werden mir gestellt?

Keine Sorgen, Jonas!
Wir schauen uns gemeinsam:
Welche Fragen werden bei einem Bewerbungs·gespräch gestellt?
Wie kann ich diese Fragen beantworten?

Frage 1:
Bitte stellen Sie sich kurz vor.
Du denkst vielleicht:
Die Person kennt mich.
Sie hat meinen Lebenslauf gelesen.
Warum stellt sie diese Frage?
Ja, das stimmt.
Trotzdem:
Das ist meistens die erste Frage bei einem Bewerbungs·gespräch.
Mach eine kurze Selbst·präsentation.
Erkläre motiviert:
Wer bin ich?
Warum passt dieser Job zu mir?
Mache die Vorstellung in 30 Sekunden bis 1 Minute.
Erkläre deine Stärken:
Was sind deine besten Eigenschaften?
Was sind deine besten Fähigkeiten?
Du willst mehr zum Thema Selbst·präsentation wissen?
Dann schaue dir das Video „Selbst·präsentation“ an.

Frage 2:
Warum bewerben Sie sich für diesen Job?
Jeder will einen Job haben.
Warum willst du genau diesen Job haben?
Warum ist der Job besonders?
Gehe auf die Website der Firma.
Lies über die Ziele und die Werte der Firma.
Da steht etwas Interessantes?
Erwähne das im Bewerbungs·gespräch.
Zum Beispiel:
Ich will in einer jungen und kleinen Firma arbeiten.
Ich arbeite gerne mit allen zusammen.

Frage 3:
Warum sind Sie für den Job geeignet?
Welche Stärken hast du?
Warum sind deine Stärken wichtig für den Job?
Erzähle über deine Erfahrungen.
Denke nach:
Was sind die Anforderungen beim Job?
Erkläre warum deine Erfahrung dazu passt.
Sei ehrlich:
Du hast eine bestimmte Fähigkeit nicht?
Dann erkläre:
Ich bin motiviert das zu lernen.

Frage 4:
Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?
Erkläre:
Was möchte ich erreichen?
Zum Beispiel:
Ich möchte in einer bestimmten Abteilung arbeiten.
Ich möchte eine Führungs·position übernehmen.
Ein Vorteil ist:
Du kennst die Ziele der Firma.

Frage 5:
Was ist für Sie am Arbeits·platz wichtig?
Arbeitgeber_innen wollen wissen:
Passt du gut zu der Firma?
Was ist für dich wichtig bei der Arbeit?
Was ist für dich wichtig am Arbeits·platz?
Willst du in einem großen Team arbeiten?
Willst du Einzel·aufgaben machen?
Was erwartest du von Vorgesetzten?

Frage 6:
Welchen Einfluss wird Ihre Gehörlosigkeit auf Ihre Arbeit haben?
Es ist wahrscheinlich:
Dir werden Fragen zu deiner Gehörlosigkeit gestellt.
Dann ist wichtig:
Zeige die Stärken deiner Gehörlosigkeit.
Das sollst du nicht machen:
Viel darüber erzählen:
Was kann ich nicht?
Sondern:
Erkläre Stärken von gehörlosen Menschen:
Sie sind visueller:
Zum Beispiel:
Sie haben ein Auge für Details und Grafiken.
Gehörlose Menschen arbeiten fokussiert.
Warum?
Gespräche von Kolleg_innen lenken sie nicht ab.
Sei ehrlich über die Schwierigkeiten:
Zum Beispiel:
Gehörlose Menschen müssen bei Gesprächen mit Hörenden Lippen·lesen.
Sie müssen in Schriftsprache kommunizieren.
Davon werden sie manchmal müde.
Frage nach Arbeits·platz·anpassungen:
Zum Beispiel:
Ein ruhiger Raum.
Arbeit von zu Hause.
Verwendung von Gebärdensprach·dolmetscher_innen.

Frage 7:
Haben Sie Fragen?
Du kannst auch Fragen stellen.
Bereite Fragen vor dem Bewerbungs·gespräch vor.
Du zeigst:
Ich habe große Interesse an der Firma.
Zu diesen Themen solltest du keine Fragen stellen:
Gehalt
Krankenstand
Beispiel für gute Fragen sind:
Welche Entwicklungs·möglichkeiten gibt es für Mitarbeitende?
Du hast auf der Firmen·website etwas Interessantes gelesen?
Stelle eine Frage darüber.
Du willst mehr darüber wissen:
Welche Fragen soll ich im Bewerbungs·gespräch stellen?
Schau dir das Video „Vorbereitung auf das Bewerbungs·gespräch“ an.

Jonas ist erleichtert!
Jetzt weiß er:
Welche Fragen werden beim Bewerbungs·gespräch gestellt.
Er nimmt sich Zeit:
Er bereitet Antworten auf die Fragen vor.

Selbst·präsentation

Selbst·präsentation 

Anna weiß:
Ich muss im Bewerbungs·gespräche eine Selbst·präsentation machen.
Anna weiß nicht:
Was soll ich da erzählen?

Keine Sorgen, Anna!
Die Selbst·präsentation ist ein Teil von jedem Bewerbungs·gespräch.
Zuerst gibt es einen lockeren Einstieg in das Gespräch.
Dann wirst du gebeten:
Bitte stellen Sie sich kurz vor.
In der Präsentation erklärst du:
Wer bin ich?
Was mache ich?
Was sollen andere über mich wissen?
Die Präsentation zeigt den Arbeit·geber_innen:
Wie sieht dein Leben aus?
Wie gut kannst du präsentieren?

Hier sind Tipps für eine gute Selbst·präsentation:

Tipp 1:
Lerne dich vorzustellen.
Bereite dich gut vor.
Dann machst du einen guten ersten Eindruck.
Fasse dich kurz und knackig/präzise.

Wer bist du?
Begrüße die Interviewer_innen.
Stelle dich mit Namen vor.
In der Präsentation kannst du auch erwähnen:
Was sind meine Hobbies?
Was mach ich gerne am Wochenende?

Woher kommst du?
Wohl fühlst du dich zugehörig?
Wo war deine Schule?
Wo war deine Lehre?
Das erklärt deinen Hintergrund.

Was ist deine Bildung?
Gibt einen kurzen Überblick über deine Bildung.
Erwähne auch:
Welche Tätigkeiten hast du außerhalb der Schule gemacht?

Wer bist du in der Arbeit?
Präsentiere deine Arbeits·erfahrung.
Mache eine strukturierte Präsentation.

Tipp 2:
Angemessene Kleidung
Deine Kleidung ist ein Teil von dir.
Deine Kleidung zeigt deine Persönlichkeit.
Das sollst du nicht machen:
Dich zu extravagant anziehen.

Tipp 3:
Körpersprache
Sei offen und freundlich.
Sei nicht schüchtern.
Habe eine offene Körper·haltung:
Das sollst du nicht machen:
Deine Arme oder Beine überkreuzen.
Respektiere den persönlichen Raum von den Personen.
Komme nicht ungefragt zu nahe.
Betrete einen Raum erst, wenn du gebeten wirst.

Tipp 4:
Der alte Job
Mache keine negativen Kommentare über deinen alten Job und deine alten Kolleg_innen.
Die Interviewer_innen schauen sich an:
Wie ist deine Einstellung?
Wie ist dein Verhalten?

Jetzt weiß Anna:
Was soll ich in einer Selbst·präsentation erzählen.
Sie wird eine Präsentation vorbereiten.
Sie wird die Präsentation üben.

Erstes Monat im neuen Job

Erstes Monat im neuen Job 

Jonas ist glücklich!
Bald startet sein neuer Job.
Das ist Jonas erster Job.
Er weiß nicht:
Wie wird der Start in der Firma sein?

Glückwunsch!
Jonas hat einen neuen Job!
Bald ist sein erster Arbeitstag.
Die Firma stellt vielleicht zum ersten Mal eine gehörlose Person ein.
Dann sind die Arbeit·geber_innen auch ein wenig nervös.
Daher ist es wichtig:
Mache einen guten ersten Eindruck.

Hier sind Tipps für den Arbeits·beginn:

Tipp 1: Orientierung.
Am Anfang gibt es eine Orientierungs·zeit.
Sie dauert bis zu 2 Wochen.
Danach fängst du mit deiner Arbeit an.
Du verstehst etwas nicht?
Dann stelle Fragen!
Habe keine Angst etwas zu fragen.
Du willst einen guten Eindruck machen:
Dann zeige sei aktiv!

Tipp 2: Kleidung am ersten Arbeitstag
Heute gibt es keine fixen Regeln für Kleidung.
Unser Tipp ist:

  • Elegante Jeans
  • schöne Schuhe
  • Dunkles Hemd, Bluse oder Shirt.

Damit bist du für einen Büro·job richtig angezogen.
An manchen Arbeits·plätzen gibt es eine Kleider·vorschrift:
Zum Beispiel an Orten wo Essen gemacht wird.
Das sind Cafés, Bäckereien, Fleischereien.
Im Gesundheits·bereich:
Zum Beispiel im Krankenhaus, im Labor.
Vielleicht ist es möglich:
Schaue dir den Arbeits·platz vorher an.
Welche Kleidung tragen die anderen Personen?

Tipp 3: Lerne dein Team kennen:
Das ist wichtig:
Du arbeitest jeden Tag mit deinen Kolleg_innen.
Baue Beziehungen zu deinen Kolleg_innen auf.
Dann hast du Erfolg und Spaß in der Arbeit.
Nimm dir Zeit:
Lerne die Kolleg_innen kennen.
Zum Beispiel:
Ihr könnt nach der Arbeit auf ein Getränk gehen.
Du fühlst dich wohl bei deinen Kolleg_innen:
Dann bist du entspannt.
Dann kannst du besser arbeiten.

Tipp 4: Sei pünktlich und bleibe etwas länger
Zeige in der Firma:
Ich nehme den Job ernst.
Komme pünktlich oder 5 Minuten vor Dienst·beginn.
Schließe deine Tages·aufgaben ab.
Danach gehst du.
Auch wenn du dann 15 Minuten länger bleibst.
Bleibe nicht zu lange:
Deine Gesundheit ist wichtig.
Du zeigst:
Ich bin ein_e ernsthafte_r Mitarbeiter_in:
Dann sind deine Arbeit·geber_innen meistens flexibler.

Tipp 5: Sei die neue Person.
Schäme dich nicht dafür.
Verhalte dich normal.
Du braucht nichts beweisen:
Es ist normal:
Du weißt am Anfang noch nicht alles:
Frage Kolleg_innen:
Kannst du mir helfen?
Meistens helfen Kolleg_innen gerne.
Sie fühlen sich gut dabei.
Auch wenn du neu bist:
Du hast Fähigkeiten und Stärken.
Beobachte:
Wie machen die anderen die Aufgaben?

Jonas ist dankbar für die Tipps.
Er freut sich:
Bald beginne ich meinen neuen Job.
Er will mehr über die Firma und seine Aufgaben lernen.
Er will seine Kolleg_innen kennen lernen.

Beruf

Kategorie

Eine wunderbare Heiterkeit hat meine ganze Seele eingenommen, gleich den süßen Frühlingsmorgen, die ich mit ganzem Herzen genieße. Ich bin allein und freue mich meines Lebens in dieser Gegend, die für solche Seelen geschaffen ist wie die meine. Ich bin so glücklich, mein Bester, so ganz in dem Gefühle von ruhigem Dasein versunken, daß meine Kunst darunter leidet. Ich könnte jetzt nicht zeichnen, nicht einen Strich, und bin nie ein größerer Maler gewesen als in diesen Augenblicken. Wenn das liebe Tal um mich dampft, und die hohe Sonne an der Oberfläche der undurchdringlichen Finsternis meines Waldes ruht, und nur einzelne Strahlen sich in das innere Heiligtum stehlen, ich dann im hohen Grase am fallenden Bache liege, und näher an der Erde tausend mannigfaltige Gräschen mir merkwürdig werden; wenn ich das Wimmeln der kleinen Welt zwischen Halmen, die unzähligen, unergründlichen Gestalten der Würmchen, der Mückchen näher an meinem Herzen fühle

Eine wunderbare Heiterkeit hat meine ganze Seele eingenommen, gleich den süßen Frühlingsmorgen, die ich mit ganzem Herzen genieße. Ich bin allein und freue mich meines Lebens in dieser Gegend, die für solche Seelen geschaffen ist wie die meine. Ich bin so glücklich, mein Bester, so ganz in dem Gefühle von ruhigem Dasein versunken, daß meine Kunst darunter leidet. Ich könnte jetzt nicht zeichnen, nicht einen Strich, und bin nie ein größerer Maler gewesen als in diesen Augenblicken. Wenn das liebe Tal um mich dampft, und die hohe Sonne an der Oberfläche der undurchdringlichen Finsternis meines Waldes ruht, und nur einzelne Strahlen sich in das innere Heiligtum stehlen, ich dann im hohen Grase am fallenden Bache liege, und näher an der Erde tausend mannigfaltige Gräschen mir merkwürdig werden; wenn ich das Wimmeln der kleinen Welt zwischen Halmen, die unzähligen, unergründlichen Gestalten der Würmchen, der Mückchen näher an meinem Herzen fühle

Eine wunderbare Heiterkeit hat meine ganze Seele eingenommen, gleich den süßen Frühlingsmorgen, die ich mit ganzem Herzen genieße. Ich bin allein und freue mich meines Lebens in dieser Gegend, die für solche Seelen geschaffen ist wie die meine. Ich bin so glücklich, mein Bester, so ganz in dem Gefühle von ruhigem Dasein versunken, daß meine Kunst darunter leidet. Ich könnte jetzt nicht zeichnen, nicht einen Strich, und bin nie ein größerer Maler gewesen als in diesen Augenblicken. Wenn das liebe Tal um mich dampft, und die hohe Sonne an der Oberfläche der undurchdringlichen Finsternis meines Waldes ruht, und nur einzelne Strahlen sich in das innere Heiligtum stehlen, ich dann im hohen Grase am fallenden Bache liege, und näher an der Erde tausend mannigfaltige Gräschen mir merkwürdig werden; wenn ich das Wimmeln der kleinen Welt zwischen Halmen, die unzähligen, unergründlichen Gestalten der Würmchen, der Mückchen näher an meinem Herzen fühle

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